Kategorie: Sport

Sport in Landshut: Vereine nach Sportarten, Wassersport auf der Isar und Angebote für Einsteiger, Kinder und Jugendliche.

  • Sportvereine in Landshut: ein Überblick nach Sportarten

    Eishockeystadion in Landshut nach dem Umbau
    Foto: Scotland-the-brave, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    Landshut ist eine Sportstadt, das zeigt schon ein Blick in die Zahlen. Nach Angaben der Stadt gibt es mehr als 60 Sport- und Schützenvereine, in denen über 32.000 Menschen aktiv sind. Das Angebot reicht von Aerobic bis Zumba, dazwischen liegen Exoten wie Capoeira, Faustball oder Rhönrad. Hier ein Überblick nach Sportarten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

    Fußball

    Der Traditionsverein im Landshuter Fußball ist die SpVgg Landshut, gegründet 1919. Dazu kommen viele Vereine in den Stadtteilen, in denen Kinder und Erwachsene kicken:

    • TSV Landshut-Auloh, ein Mehrspartenverein mit Fußball, Turnen, Badminton, Volleyball, Jazztanz und Stockschießen
    • SSV 63 Landshut-Schönbrunn, neben Fußball auch mit Dart und Stockschießen
    • SC Landshut-Berg mit Fußball, Handball und Tennis
    • SV Landshut-Münchnerau, unter anderem mit Fußball, Leichtathletik und Taekwon-Do
    • FC Eintracht Landshut und der ETSV 09 Landshut

    Einen eigenen Weg geht das Team Bananenflanke Landshut, ein inklusives Fußballangebot, bei dem Freizeit und Gemeinschaft im Vordergrund stehen.

    Eishockey und Eissport

    Eishockey hat in Landshut Tradition. Der EV Landshut wurde 1948 gegründet und 1970 und 1983 Deutscher Meister. Heute kümmert sich der Eislaufverein Landshut e. V. um den Nachwuchs, die Profimannschaft spielt in einer eigenen Spielbetriebs-GmbH. Beim Eislaufverein gibt es außerdem Eiskunstlauf, Inline-Hockey und Stockschießen. Wer einfach nur zum Spaß den Schläger schwingen will, findet in der Vereinsliste der Stadt mehrere Hobbyteams, etwa den EHC Landshut, den SHC Landshut oder die LA Blues.

    Große Mehrspartenvereine

    Wer sich nicht festlegen will oder für die ganze Familie etwas sucht, ist bei den großen Vereinen gut aufgehoben:

    • Die Turngemeinde Landshut bietet unter anderem Basketball, Fechten, Judo, Handball, Leichtathletik, Gerätturnen, Tischtennis und Rehasport an, dazu eine Kindersportschule.
    • Beim TV 64 Landshut gibt es neben Kinderturnen und Leichtathletik auch American Football, Baseball und Softball, Bogenschießen und Krav Maga.
    • Der VfL Landshut-Achdorf hat Badminton, Handball, Tennis, Tanzsport, Karate und viele Gymnastikgruppen im Programm.
    • Der Postsportverein Landshut setzt auf Freizeit- und Gesundheitssport, mit Badminton, Tennis, Volleyball und Radwandern.

    Wasser, Berge und Luft

    An der Isar liegen der Landshuter Ruderverein von 1952 und die Kanuabteilung des ETSV 09. Mehr dazu steht in unserem Artikel über Rudern, Kanu und SUP auf der Isar. Schwimmer, Triathleten und Taucher finden beim Schwimmclub 53 Landshut ihren Verein. Die Sektion Landshut des Deutschen Alpenvereins hat ein Kletterzentrum und organisiert Touren in die Berge, ebenso die NaturFreunde Landshut. Wer lieber abhebt, schaut beim Luftsportverein Landshut mit Segel-, Motor- und Modellflug oder beim Drachen- und Gleitschirmclub Albatros vorbei.

    Tennis, Reiten und noch mehr

    • Tennis: TC Rot-Weiß Landshut und TC Weiß-Blau Landshut, dazu Tennisabteilungen in mehreren Mehrspartenvereinen
    • Reiten: Reit- und Fahrverein Landshut und Reiterfreunde Landgestüt Landshut
    • Boxen beim Boxclub SC Bavaria 20, Gewichtheben und Kraftsport beim Stemmclub Bavaria 20, Capoeira bei Cativeiro Capoeira Landshut
    • Radsport: Veloteam Landshut
    • Und für den Kopf: Schachclub Landshut

    Eine eigene Welt sind die Schützenvereine. Besonders traditionsreich klingt schon der Name der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft 1425 Landshut. Dazu kommen gut ein Dutzend weitere Schützenvereine, viele davon in den Stadtteilen.

    Sport für alle

    Inklusiver Sport hat in Landshut mehrere Adressen. Die Turngemeinde bietet Behinderten- und Versehrtensport an. Der Gehörlosen-Sportverein Landshut ist für gehörlose Sportlerinnen und Sportler da, und der TSV Landshut-Auloh nennt Inklusion ausdrücklich als Teil seines Angebots. Wer eine bestimmte Sportart mit Unterstützungsbedarf sucht, fragt am besten direkt beim Verein nach.

    So findet man den passenden Verein

    Die beste Quelle ist die Stadt selbst. Auf landshut.de gibt es eine Sportartensuche, in der man nach der gewünschten Sportart filtern kann. Die Liste der Sport- und Schützenvereine zeigt alle Vereine mit Kontaktdaten. Bei Fragen hilft die Stabsstelle Sport im Rathaus weiter.

    Danach geht es meist so weiter:

    1. Ein Probetraining anfragen. Die meisten Vereine lassen Interessierte ein- oder zweimal unverbindlich mitmachen.
    2. Auf die Trainingszeiten achten. Ein Verein ganz in der Nähe mit Training am passenden Abend schlägt oft das schönere Angebot am anderen Ende der Stadt.
    3. Nach dem Beitrag fragen. Viele Vereine haben Familien- und ermäßigte Tarife, in manchen Abteilungen kommt ein Zusatzbeitrag hinzu.
    4. Die Leute kennenlernen. Ob man bleibt, hängt am Ende selten nur am Sport. Die Stimmung in der Gruppe zählt genauso.

    Wer im Landkreis wohnt, fragt am besten bei der eigenen Gemeinde nach. Fast jeder Ort hat seinen eigenen Sportverein, und kurze Wege sind beim Training mehr wert, als man anfangs denkt. Und wer im Verein mehr übernehmen möchte, als nur mitzutrainieren, findet im Artikel Ehrenamt in Landshut passende Anlaufstellen. Weitere Sportthemen gibt es in der Rubrik Sport.

  • Rudern, Kanu und SUP auf der Isar in Landshut

    Die Isar mit dem Ludwigswehr in Landshut
    Foto: Burkhard Mücke, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    Von der Brücke aus sieht die Isar in Landshut oft gemütlich aus. Wer sie vom Wasser aus kennt, weiß, dass sie das nicht immer ist. Strömung, Wehre und schnell steigende Pegel gehören dazu. Trotzdem, oder gerade deshalb, ist der Fluss mitten in der Stadt ein schönes Revier für Ruderer, Kanuten und Stand-up-Paddler. Wer anfangen will, ist in einem Verein am besten aufgehoben.

    Rudern: der Landshuter Ruderverein von 1952

    Der Landshuter Ruderverein von 1952 e. V. hat eine hübsche Gründungsgeschichte. Anlass war der Wunsch nach einer Ruderregatta auf der Isar, die zur Landshuter Dult auf Höhe der Grieserwiese stattfinden sollte. Geholfen haben die Rudervereine aus Regensburg und Straubing, die dem neuen Verein je einen Gig-Vierer schenkten. Das erste Bootshaus stand an der Achdorfer Eisenbahnbrücke. Seit 1955 ist der Verein auf der Insel Mitterwöhr zu Hause, das heutige Vereinsheim mit Bootshalle wurde 1987 eröffnet.

    Laut Verein liegt das Bootshaus an der Großen Isar, etwa 300 Meter flussaufwärts vom Isarspitz. Das Revier hat zwei Gesichter. Auf der Großen Isar strömt das Wasser teils kräftig, danach folgt der ruhige Stausee der Stufe Altheim mit rund drei Kilometern Länge. Vom Isarspitz aus kann man außerdem ein Stück die Kleine Isar hinauf rudern.

    Der Verein betreibt Breitensport und Leistungssport, von den Kindern und Jugendlichen bis zu den Masters. Wer erst einmal testen will, ob Rudern passt, kann im Frühjahr einen Anfängerkurs besuchen. Dort sitzt man zuerst am Ergometer, lernt die Bewegung und wagt dann eine erste Ausfahrt. Eine Anmeldung ist nötig. Termine und Kosten stehen auf der Website des Rudervereins.

    Spannend ist ein Blick in die Ruderordnung des Vereins, weil sie zeigt, wie ernst Sicherheit auf der Isar genommen wird. Wer mitrudern will, muss ausreichend schwimmen können. Bei Hochwasser, viel Treibholz oder Frost bleibt das Boot an Land. Gerudert wird nur bei Tageslicht. Wenn bei Nebel die Ufer kaum zu sehen sind, ist der Stausee tabu. Und wer kentert, bleibt am Boot und schwimmt mit ihm ans Ufer.

    Kanu und Kajak: die Kanuabteilung des ETSV 09

    Für Paddler ist die Kanuabteilung des ETSV 09 Landshut die erste Adresse. Im Mittelpunkt steht das Kanuwandern, mit Tagesfahrten auf Isar, Donau, Regen, Naab oder Salzach und mehrtägigen Touren. Trainiert wird auf der Isar in Landshut, auf einer beleuchteten Strecke, die auch im Winterhalbjahr Übung möglich macht. Wer weiter will, findet Wildwasserkurse in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Kanu-Verband.

    Für den Einstieg hat die Abteilung Leihboote, das Anfängertraining wird individuell abgestimmt. Stand-up-Paddling bietet der ETSV nicht als eigenes Training an. SUP-Fahrer sind am Bootshaus aber ausdrücklich willkommen. Für alle, die das Board bisher nur vom Badesee kennen, ist das eine gute Gelegenheit: Hier lernt man von Leuten, die den Fluss seit Jahren befahren.

    Paddler finden in der Vereinsliste der Stadt Landshut noch eine zweite Adresse, den Faltbootklub Landshut e. V.

    Was rechtlich gilt

    In Bayern darf grundsätzlich jeder Gewässer mit kleinen Booten ohne Motor befahren. Das Bayerische Wassergesetz nennt das Gemeingebrauch. Darunter fallen in der Regel Kanu, Kajak, Ruderboot und SUP. Es gibt aber Bedingungen: Das Gewässer darf nicht erheblich beeinträchtigt werden, und fremde Grundstücke darf man nicht unerlaubt betreten. Das betrifft vor allem Ein- und Ausstiegsstellen.

    Die Landratsämter und kreisfreien Städte können den Gemeingebrauch regeln, einschränken oder verbieten, etwa zum Schutz der Natur oder aus Sicherheitsgründen. Andere Landkreise an der Isar haben dafür eigene Bootfahr-Verordnungen erlassen. Vor einer Tour lohnt deshalb die Frage, ob für den geplanten Abschnitt etwas gilt. Ansprechpartner sind die Stadt Landshut oder das Landratsamt.

    Besondere Rücksicht verlangen Schutzgebiete. Der Stausee bei Altheim ist nach Angaben des Rudervereins Vogelschutzgebiet. Wer dort unterwegs ist, hält Abstand zu Ufern, Inseln und rastenden Vögeln.

    Die Wehre: nicht unterschätzen

    In Landshut gibt es mit dem Maxwehr und dem Ludwigswehr zwei Wehre, an denen das Wasser gefährlich wird. Die Stadt verbietet das Baden in ihrem Einflussbereich und warnt ausdrücklich vor Lebensgefahr. Unterhalb eines Wehrs bildet sich oft eine Rückströmung, die Menschen und Boote festhält. Für Paddler heißt das: Wehre nie befahren, früh genug anlanden und das Boot umtragen. Wer die Stellen nicht kennt, fährt die Strecke beim ersten Mal mit jemandem, der sie kennt.

    Sicherheit auf dem Wasser

    • Vor jeder Fahrt den Pegel prüfen. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern zeigt den aktuellen Isarpegel in Landshut-Birket. Bei Hochwasser und viel Treibgut bleibt man an Land.
    • Eine Schwimmweste gehört dazu, auch auf dem SUP und auch bei Sonnenschein.
    • Auf fließendem Wasser kann sich eine Knöchelleine an Ästen oder Brückenpfeilern verfangen. Besser ist eine Leine mit Schnellauslöser an der Hüfte.
    • Unbekannte Abschnitte fährt man besser nicht allein.
    • Im Frühjahr ist die Isar kalt. Wer dann ins Wasser fällt, verliert schnell Kraft.
    • Nach Starkregen können laut Stadt Krankheitserreger in den Fluss gelangen. Wer dann kentert und Wasser schluckt, riskiert mehr als nasse Kleidung.

    Seit 2019 ist das Baden in der Isar im Stadtgebiet wieder erlaubt. Ein offizielles Badegewässer ist der Fluss deshalb aber nicht. Strömung, Untiefen und Treibgut bleiben, betont die Stadt auf ihrer Seite zu Badegewässern.

    Wie man anfängt

    Am einfachsten über einen Verein: ein Anfängerkurs beim Ruderverein oder ein Probetraining bei den Kanuten. Dort gibt es Boote und Leute, die wissen, wo es auf der Isar knifflig wird. Wer danach lieber an Land bleibt, findet in unserem Artikel über die Isarauen Ideen für Spaziergänge am Wasser. Weitere Vereine stehen im Überblick über Landshuter Sportvereine, mehr Sportthemen in der Rubrik Sport.