Kategorie: Essen & Trinken

Essen und Trinken in der Region Landshut: Biergärten, Wochenmärkte, Hofläden und was gerade Saison hat.

  • Wochenmärkte und Hofläden in der Region Landshut

    Die Neustadt in Landshut
    Foto: Zairon, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    Tomaten, die nach Tomaten schmecken, oder Eier von einem Hof ein paar Kilometer weiter: Dafür muss man in der Region Landshut nicht weit fahren. Laut Landratsamt verkaufen über 120 Betriebe aus Stadt und Landkreis ihre Erzeugnisse direkt, im Hofladen, am Verkaufsautomaten, auf dem Wochenmarkt oder zum Abholen ab Hof. Hier steht, wo man sie findet.

    Zwei Märkte in der Landshuter Innenstadt

    Der Landshuter Wochenmarkt findet freitags vormittags in der unteren Neustadt statt. Je nach Saison stehen dort rund 50 bis 60 Marktleute. Es gibt Obst und Gemüse, Brot, Eier, Honig, Fisch, Fleisch und Wurst, dazu Blumen und Pflanzen, Bio-Ware und einen Würstlstand. Fällt der Freitag auf einen Feiertag, rückt der Markt nach Angaben der Stadt auf den Donnerstag vor.

    Der zweite Markt heißt Schwaigermarkt, und für ihn muss man nicht auf den Freitag warten. Seine bunten Schirme stehen in der Fußgängerzone der Altstadt zwischen Theaterstraße und Grasgasse, und zwar an mehreren Vormittagen pro Woche. Hier verkaufen vor allem Direktvermarkter, also Leute, die das Angebotene selbst anbauen oder herstellen. Obst, Gartenprodukte, Pilze, Honig, Eier und gebundene Blumen gehören zum festen Sortiment.

    Die genauen Tage und Zeiten stehen auf der Seite der Stadt zu Wochenmarkt und Schwaigermarkt. Die Angaben dort und auf der Tourismusseite weichen beim Schwaigermarkt leicht voneinander ab, im Zweifel also lieber vorher nachfragen.

    Wochenmärkte im Landkreis

    Auch draußen auf dem Land gibt es feste Markttage. Die Stadt Landshut hat im Mai 2026 eine Übersicht veröffentlicht, das Landratsamt verlinkt die Märkte der Gemeinden. Eine Auswahl:

    • In Weixerau (Gemeinde Eching) gibt es freitags nachmittags den Bauernmarkt beim Möbelhaus Biller. Ein eigener Verein organisiert ihn und schreibt auf seiner Website, welche Stände gerade da sind. Vieles dort ist selbst gemacht.
    • Essenbach hat samstags einen Markt am Rathausplatz, allerdings nur von März bis Oktober. Neben Käse, Wurst, Obst und Gemüse gibt es Kränze und Jungpflanzen, und örtliche Vereine haben eine eigene Bude.
    • In Neufahrn in Niederbayern ist mittwochs vormittags Markt. Die meisten Beschicker kommen aus der Umgebung, und es gibt auch Gemüsepflanzen für den eigenen Garten.
    • Rottenburg an der Laaber hat seinen Wochenmarkt am Samstag. Wer sich danach noch hinsetzen will, bekommt dort Kaffee und Kuchen.
    • Der DorfMarkt in Unterneuhausen findet freitags nachmittags am Lindenplatz statt. Viele Radfahrer machen hier Pause.
    • In Vilsbiburg steht der Markt samstags auf dem Stadtplatz, nicht weit vom Vilsufer.

    Dazu kommen der Bauern- und Wochenmarkt in Geisenhausen und der Hallertauer Erlebnismarkt in Pfeffenhausen. Links zu allen Märkten sammelt das Landratsamt auf seiner Seite zur Direktvermarktung.

    Hofläden finden

    Wer lieber direkt auf den Hof fährt, hat zwei gute Werkzeuge. Das erste ist regional: Stadt und Landkreis Landshut geben zusammen mit der Kreisgruppe des BUND Naturschutz eine Broschüre mit Direktvermarktern heraus. 2026 ist sie in dritter Auflage erschienen. Gedruckt liegt sie kostenlos in der Tourist-Information im Rathaus aus, beim Büro für Tourismus am Landratsamt kann man sie bestellen. Online gibt es eine interaktive Karte.

    Das zweite ist bundesweit: Die Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauernhof“ führt seit 1988 ein Verzeichnis landwirtschaftlicher Direktvermarkter. Nach eigenen Angaben sind über 875 Bauernfamilien dabei. Im Hofladen-Finder sucht man nach Postleitzahl oder Ort.

    Ein praktischer Hinweis: Kleine Hofläden haben oft nur an bestimmten Tagen offen, manche funktionieren als Selbstbedienung mit Kasse des Vertrauens. Kleingeld einzustecken ist nie verkehrt. Wer gezielt Fleisch kaufen will, fragt am besten vorher, wann geschlachtet wird.

    Was gerade Saison hat

    Das Kompetenzzentrum für Ernährung am Landwirtschaftsministerium hat einen Bayerischen Saisonkalender herausgegeben. Er zeigt, wann Obst und Gemüse aus bayerischer Erzeugung in großen Mengen auf dem Markt ist. Ein paar Beispiele daraus:

    • Rhabarber hat seine Hauptsaison im April und Mai. Spargel folgt im Mai und Juni.
    • Erdbeeren gibt es vor allem von Mai bis Juli, Süßkirschen im Juni und Juli. Im August und September folgen die Zwetschgen.
    • Kürbis hat von August bis November Hauptsaison. Frische Äpfel aus der Ernte kommen ab September.
    • Im Winter ist Grünkohl dran, vor allem im November und Dezember. Dazu kommen Feldsalat, Lauch und Lagerware wie Kartoffeln und Äpfel.

    Auf dem Markt hilft auch eine einfache Frage: „Ist das von Ihnen?“ Wer selbst erzeugt, sagt das in der Regel gern. Bei verpackter Ware zeigen die Siegel „Geprüfte Qualität Bayern“ und das Bayerische Bio-Siegel eine bayerische Herkunft an.

    Nach dem Einkauf eine Pause machen? Ideen dafür stehen in unserem Überblick über die Biergärten in Landshut. Wer den Samstagsmarkt in Vilsbiburg mit einer Radtour verbinden möchte, findet die Strecke in unserem Beitrag über Radtouren an Isar und Vils. Weitere Themen rund um Genuss stehen in der Rubrik Essen & Trinken.

  • Biergärten in Landshut und Umgebung: Tipps und Regeln

    Symbolbild: Biergarten unter Bäumen
    Symbolbild. Foto: qwesy qwesy, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

    Ein guter Biergarten braucht nicht viel: Schatten und ein frisch gezapftes Helles. Rund um Landshut gibt es mehr davon, als man in einem Sommer schafft. Die Stadt Landshut hat im Juni 2026 eine lange Liste mit Biergärten aus Stadt und Landkreis veröffentlicht. Wir haben daraus eine Auswahl getroffen und bei jedem Betrieb nachgesehen, ob er aktuell noch geöffnet hat. Gastronomie ändert sich schnell. Vor dem Losfahren lohnt deshalb ein Blick auf die Website des Wirts, auch wegen der Öffnungszeiten, die wir hier bewusst nicht aufführen.

    Biergärten mitten in der Stadt

    Direkt im Zentrum liegt der Augustiner an der Sankt Martinskirche. Man sitzt im Schatten der Basilika, und die Wirtsleute empfehlen selbst, zu Fuß oder mit dem Rad zu kommen. Eine alte Regel gilt hier noch: Würstl bestellt man traditionell nur bis zwölf Uhr.

    Am Isargestade, also am Flussufer, liegt der Biergarten Augustiner Zur Schleuse. Laut der Stadt bleibt es dort auch im Hochsommer angenehm kühl. Bei Fußballübertragungen und Live-Musik wird es entsprechend voll.

    Der Gasthof Hofreiter in der Neustadt ist ein Sonderfall, und zwar ein schöner. Das Haus ist ein Adelspalais aus dem 17. Jahrhundert und wird seit 1896 als Gasthof geführt. Ausgeschenkt wird Irseer Klosterbräu, das es in Landshut nur hier gibt. Der Biergarten ist zweigeteilt: Vorne wird bedient, hinten darf man die eigene Brotzeit mitbringen. Mehr dazu weiter unten.

    Am Stadtpark liegt der Jägerwirt mit eigenem Biergarten. Bekannt ist das Haus für seinen Schweinebraten.

    An der Isar und am Stadtrand

    Den Biergarten Ellermühle im Westen der Stadt gibt es seit über 40 Jahren. Unter alten Kastanien stehen rund 250 Plätze direkt am Wasser, und der Isarradweg führt vorbei. Für Kinder gibt es einen großen Spielplatz und ein Tiergehege. Bedient wird nicht, man holt sich alles selbst. Wie es nach der Sommersaison weitergeht, steht jeweils aktuell auf der Website der Ellermühle.

    Im Süden, im Stadtteil Schönbrunn, hat die Tafernwirtschaft Schönbrunn einen Biergarten mit großem Kinderspielplatz und Parkplätzen vor dem Haus. Sonntags kommt Spanferkel auf den Tisch.

    Im Landkreis: Ausflugsziele mit Biergarten

    Ein paar Kilometer weiter wird es ländlicher. Wer ein Ziel für den Sonntagsausflug sucht, findet hier eine Auswahl:

    • Im Gasthof Ulrich Meyer in Piflas (Ergolding) gibt es Steckerlfisch vom Holzgrill. Kinder haben ein Karussell und eine Spielwiese, der Isarradweg ist nicht weit.
    • Der Kastanienhof in Pfettrach (Altdorf) kocht bayerisch und peruanisch. Eine ungewöhnliche Mischung, aber eine, die man probieren sollte. Im Dorfladen nebenan gibt es hausgemachtes Eis.
    • Der Huberwirt in Gstaudach (Altdorf) liegt am Rand des Klosterholzes. Das Brot kommt aus dem eigenen Holzofen, Pressack und Geräuchertes macht die Familie selbst.
    • Das Gasthaus Rahbauer in Weihbüchl (Kumhausen) braut in einer kleinen Hausbrauerei sein eigenes Bier. Im Sommer gibt es dort Open-Air-Abende des Landshuter Kultursommers.
    • Das Gasthaus Berndorf (Kumhausen) liegt nahe am Landshuter Höhenwanderweg, ein gutes Ziel für eine Wanderung. Das Ochsenfleisch stammt von eigenen Limousin-Rindern.
    • Im Biergarten des Klosterbräustüberls Furth trinkt man die Bio-Biere der Klosterbrauerei vor Ort.
    • Beim Hohenthanner Brauereigasthof haben bis zu 200 Gäste im Biergarten Platz. Die Schlossbrauerei bietet Führungen an.

    Die vollständige Liste mit über 30 Adressen steht im Biergarten-Überblick der Stadt Landshut. Wer die Tour mit dem Rad verbinden will, findet passende Strecken in unserem Beitrag zu Radtouren an Isar und Vils.

    Die Brotzeit selbst mitbringen: was gilt?

    In Bayern darf man im Biergarten sein eigenes Essen auspacken. Festgehalten ist das in der Bayerischen Biergartenverordnung von 1999. In ihrer Präambel heißt es sinngemäß, dass zum traditionellen Biergarten die Möglichkeit gehört, mitgebrachte Speisen kostenlos zu verzehren. Der Wirt muss es also dulden, wenn Gäste einfach zubereitetes Essen auf den Tisch stellen.

    Ein paar Dinge sollte man trotzdem wissen:

    • Nicht jede Terrasse ist ein Biergarten. Viele Lokale haben einen Wirtsgarten, in dem nur bedient wird. Wer unsicher ist, fragt einfach. Beim Hofreiter sieht man den Unterschied sehr deutlich: Mitgebrachtes ist dort nur im hinteren Teil vorgesehen.
    • Die Getränke kauft man beim Wirt. Die Maß aus dem Supermarkt bleibt daheim.
    • Gemeint ist eine Brotzeit, also etwas Einfaches wie Obatzda, Radi oder Wurstsemmeln. Das warme Drei-Gänge-Menü aus der Thermobox geht am Gedanken vorbei.

    Warum um halb elf Schluss ist

    Die Biergartenverordnung regelt vor allem den Lärm, wenn Wohnhäuser in der Nähe sind. Musik muss dann spätestens um 22 Uhr enden, Getränke und Speisen werden bis 22.30 Uhr ausgegeben. Ab 23 Uhr gilt Nachtruhe, bis dahin sollen auch die Autos vom Parkplatz verschwunden sein. Behörden können im Einzelfall andere Zeiten festlegen. Wer den Wortlaut nachlesen möchte, findet die Biergartenverordnung bei Bayern.Recht.

    Ein Tipp für Familien: Biergärten mit Spielplatz sind an warmen Wochenenden schnell voll. Wer schon am Vormittag da ist, hat bessere Chancen auf einen Tisch im Schatten. Weitere Ideen für Tage mit Kindern stehen in unserem Beitrag über Ausflüge mit Kindern rund um Landshut. Alle Beiträge zum Thema Genuss sammeln wir in der Rubrik Essen & Trinken.