
Tomaten, die nach Tomaten schmecken, oder Eier von einem Hof ein paar Kilometer weiter: Dafür muss man in der Region Landshut nicht weit fahren. Laut Landratsamt verkaufen über 120 Betriebe aus Stadt und Landkreis ihre Erzeugnisse direkt, im Hofladen, am Verkaufsautomaten, auf dem Wochenmarkt oder zum Abholen ab Hof. Hier steht, wo man sie findet.
Zwei Märkte in der Landshuter Innenstadt
Der Landshuter Wochenmarkt findet freitags vormittags in der unteren Neustadt statt. Je nach Saison stehen dort rund 50 bis 60 Marktleute. Es gibt Obst und Gemüse, Brot, Eier, Honig, Fisch, Fleisch und Wurst, dazu Blumen und Pflanzen, Bio-Ware und einen Würstlstand. Fällt der Freitag auf einen Feiertag, rückt der Markt nach Angaben der Stadt auf den Donnerstag vor.
Der zweite Markt heißt Schwaigermarkt, und für ihn muss man nicht auf den Freitag warten. Seine bunten Schirme stehen in der Fußgängerzone der Altstadt zwischen Theaterstraße und Grasgasse, und zwar an mehreren Vormittagen pro Woche. Hier verkaufen vor allem Direktvermarkter, also Leute, die das Angebotene selbst anbauen oder herstellen. Obst, Gartenprodukte, Pilze, Honig, Eier und gebundene Blumen gehören zum festen Sortiment.
Die genauen Tage und Zeiten stehen auf der Seite der Stadt zu Wochenmarkt und Schwaigermarkt. Die Angaben dort und auf der Tourismusseite weichen beim Schwaigermarkt leicht voneinander ab, im Zweifel also lieber vorher nachfragen.
Wochenmärkte im Landkreis
Auch draußen auf dem Land gibt es feste Markttage. Die Stadt Landshut hat im Mai 2026 eine Übersicht veröffentlicht, das Landratsamt verlinkt die Märkte der Gemeinden. Eine Auswahl:
- In Weixerau (Gemeinde Eching) gibt es freitags nachmittags den Bauernmarkt beim Möbelhaus Biller. Ein eigener Verein organisiert ihn und schreibt auf seiner Website, welche Stände gerade da sind. Vieles dort ist selbst gemacht.
- Essenbach hat samstags einen Markt am Rathausplatz, allerdings nur von März bis Oktober. Neben Käse, Wurst, Obst und Gemüse gibt es Kränze und Jungpflanzen, und örtliche Vereine haben eine eigene Bude.
- In Neufahrn in Niederbayern ist mittwochs vormittags Markt. Die meisten Beschicker kommen aus der Umgebung, und es gibt auch Gemüsepflanzen für den eigenen Garten.
- Rottenburg an der Laaber hat seinen Wochenmarkt am Samstag. Wer sich danach noch hinsetzen will, bekommt dort Kaffee und Kuchen.
- Der DorfMarkt in Unterneuhausen findet freitags nachmittags am Lindenplatz statt. Viele Radfahrer machen hier Pause.
- In Vilsbiburg steht der Markt samstags auf dem Stadtplatz, nicht weit vom Vilsufer.
Dazu kommen der Bauern- und Wochenmarkt in Geisenhausen und der Hallertauer Erlebnismarkt in Pfeffenhausen. Links zu allen Märkten sammelt das Landratsamt auf seiner Seite zur Direktvermarktung.
Hofläden finden
Wer lieber direkt auf den Hof fährt, hat zwei gute Werkzeuge. Das erste ist regional: Stadt und Landkreis Landshut geben zusammen mit der Kreisgruppe des BUND Naturschutz eine Broschüre mit Direktvermarktern heraus. 2026 ist sie in dritter Auflage erschienen. Gedruckt liegt sie kostenlos in der Tourist-Information im Rathaus aus, beim Büro für Tourismus am Landratsamt kann man sie bestellen. Online gibt es eine interaktive Karte.
Das zweite ist bundesweit: Die Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauernhof“ führt seit 1988 ein Verzeichnis landwirtschaftlicher Direktvermarkter. Nach eigenen Angaben sind über 875 Bauernfamilien dabei. Im Hofladen-Finder sucht man nach Postleitzahl oder Ort.
Ein praktischer Hinweis: Kleine Hofläden haben oft nur an bestimmten Tagen offen, manche funktionieren als Selbstbedienung mit Kasse des Vertrauens. Kleingeld einzustecken ist nie verkehrt. Wer gezielt Fleisch kaufen will, fragt am besten vorher, wann geschlachtet wird.
Was gerade Saison hat
Das Kompetenzzentrum für Ernährung am Landwirtschaftsministerium hat einen Bayerischen Saisonkalender herausgegeben. Er zeigt, wann Obst und Gemüse aus bayerischer Erzeugung in großen Mengen auf dem Markt ist. Ein paar Beispiele daraus:
- Rhabarber hat seine Hauptsaison im April und Mai. Spargel folgt im Mai und Juni.
- Erdbeeren gibt es vor allem von Mai bis Juli, Süßkirschen im Juni und Juli. Im August und September folgen die Zwetschgen.
- Kürbis hat von August bis November Hauptsaison. Frische Äpfel aus der Ernte kommen ab September.
- Im Winter ist Grünkohl dran, vor allem im November und Dezember. Dazu kommen Feldsalat, Lauch und Lagerware wie Kartoffeln und Äpfel.
Auf dem Markt hilft auch eine einfache Frage: „Ist das von Ihnen?“ Wer selbst erzeugt, sagt das in der Regel gern. Bei verpackter Ware zeigen die Siegel „Geprüfte Qualität Bayern“ und das Bayerische Bio-Siegel eine bayerische Herkunft an.
Nach dem Einkauf eine Pause machen? Ideen dafür stehen in unserem Überblick über die Biergärten in Landshut. Wer den Samstagsmarkt in Vilsbiburg mit einer Radtour verbinden möchte, findet die Strecke in unserem Beitrag über Radtouren an Isar und Vils. Weitere Themen rund um Genuss stehen in der Rubrik Essen & Trinken.