Landshut: Seismik-Messung soll Erdwärme-Potenzial im Untergrund klären

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Burg Trausnitz in Landshut
Symbolbild Landshut · Foto: Diego Delso, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Landshut – Im Dezember sollen zwei Vibro-Fahrzeuge durch Landshut fahren, um den Untergrund zu erkunden. Die Stadtwerke wollen herausfinden, ob sich die Stadt für Erdwärme eignet. Die Stadtwerke Landshut halten die Voraussetzungen dafür nach eigener Mitteilung für vielversprechend. Der genaue Zeitpunkt der 2D-Seismik-Messung steht laut Mitteilung noch nicht endgültig fest („voraussichtlich im Dezember“).

Gemessen wird überwiegend auf öffentlichen Straßen und Wegen. In regelmäßigen Abständen stoppen die Fahrzeuge kurz, wobei sie Schwingungen hervorrufen. Die Schallwellen laufen durch den Untergrund und werden von verschiedenen Gesteinsschichten zurückgeworfen. Diese Signale werden von den Geophonen aufgezeichnet, kleinen Messgeräten, die entlang der Strecke ausgelegt sind.

Geophone und Grundstücke

Vor Ort verbleiben die Geophone für insgesamt circa 14 Tage. Sie dürfen nicht entfernt werden, denn sie liefern wichtige Messdaten. Auf privaten Grundstücken wird nur ausnahmsweise gemessen. Die Nutzung stimmen die Stadtwerke dann mit den Eigentümern ab.

Vibrationen und Überwachung

Die Vibrationen spüren Anwohner hauptsächlich im engeren Umkreis. Die Messungen werden nach DIN 4150 begleitend überwacht und dokumentiert, damit die geltenden Normen für Bauwerke eingehalten werden. Deshalb kann es gelegentlich nötig sein, dass Grundstücke kurzzeitig betreten werden, um zu kontrollieren, wie stark die Schwingungen an Häusern ankommen. Bei Bedarf lässt sich die Messung so anpassen oder an einzelnen Punkten abbrechen. Den geplanten Verlauf der Messroute haben die Stadtwerke online veröffentlicht, ebenso weitere Informationen auf einer Projektseite.

Was danach passiert

Anhand der erhobenen Daten wird ein geologisches Modell des Untergrunds erstellt. Die Ergebnisse werden ausgewertet und wissenschaftlich interpretiert. Erst danach lässt sich sagen, ob sich Erdwärme in Landshut technisch und wirtschaftlich lohnen würde. Über den Bau einer Geothermieanlage ist mit der Messung noch nichts entschieden. Bohrungen sind für die Messung nicht nötig.

Auf einen Blick

  • Samstag, 31. Oktober 2026, 10 bis 13 Uhr: Projektleiter Simon Meier steht im Kundenzentrum in der Altstadt 74 für Fragen rund um Seismik-Messung und Geothermie-Projekt bereit, auch für betroffene Anwohner
  • Samstag, 14. November 2026, 10 bis 14 Uhr: Infoveranstaltung samt Vibro-Truck auf dem Gelände der Stadtwerke, Christoph-Dorner-Straße 9
  • Dort informieren Mitarbeitende der Stadtwerke und der beauftragten Firma DMT Group über Einsatzorte und Gründe, Ablauf der Messungen, Sicherheitsvorkehrungen, mögliche Auswirkungen und Projektziele
  • Messung: voraussichtlich im Dezember, Geophone circa 14 Tage vor Ort

Eigene Einschätzung

Dass die Stadtwerke früh erklären, was auf den Straßen passiert, und Termine zum Nachfragen anbieten, hilft vor allem Anwohnern, die Messgeräte vor der Haustür sehen. Offen bleibt, wie betroffene Grundstückseigentümer genau informiert werden. Wer Geophone entdeckt, sollte sie unberührt lassen. Ob aus der Messung ein Kraftwerk wird, sagt die Mitteilung bewusst nicht.


Grundlage: Pressemitteilung Stadtwerke Landshut vom 23. Oktober 2026 – Original-Mitteilung (abgerufen am 29.10.2026)

Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung abgeglichen. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.