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  • Landshut: Seismik-Messung soll Erdwärme-Potenzial im Untergrund klären

    Landshut mit der Martinskirche, Blick von der Burg
    Symbolbild Landshut · Foto: Franzfoto, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

    Landshut – Im Dezember soll in Landshut der Untergrund untersucht werden. Das Verfahren heißt 2D-Seismik-Messung und soll zeigen, ob sich die Erdwärme in der Stadt nutzen ließe. Die Stadtwerke halten die Voraussetzungen dafür für vielversprechend, wie die Stadt Landshut mitteilte. Der Termin im Dezember steht noch nicht endgültig fest, die Messung ist „voraussichtlich“ dann geplant.

    So läuft die Messung ab

    Gemessen wird überwiegend im öffentlichen Straßen- und Wegenetz. Zwei Vibro-Fahrzeuge fahren dazu durch die Stadt, halten regelmäßig kurz an und erzeugen dabei Schwingungen. Die entstehenden Schallwellen laufen durch den Untergrund und werden von unterschiedlichen Gesteinsschichten zurückgeworfen. Kleine Messgeräte entlang der Strecke, die Geophone, nehmen diese Signale auf.

    Die Geophone bleiben während der Aufzeichnung insgesamt rund 14 Tage an Ort und Stelle. Sie dürfen nicht entfernt werden, weil sie wesentliche Messdaten erfassen. Private Grundstücke braucht es nur in Einzelfällen, und dann wird die Nutzung mit den Eigentümern abgesprochen.

    Wer in der Nähe wohnt, kann die Vibrationen spüren, allerdings hauptsächlich im engeren Umkreis. Die Messungen werden nach DIN 4150 überwacht und dokumentiert, damit die geltenden Normen für Bauwerke eingehalten werden. Dafür müssen Mitarbeitende vereinzelt kurzzeitig Grundstücke betreten, um zu kontrollieren, wie stark die Schwingungen an Häusern ankommen. Bei Bedarf lässt sich die Messung anpassen oder an einzelnen Punkten abbrechen. Den geplanten Verlauf der Messroute stellen die Stadtwerke online bereit.

    Was danach passiert

    Aus den Daten entsteht ein geologisches Modell des Untergrunds. Die Ergebnisse werden ausgewertet und wissenschaftlich interpretiert. Erst danach lässt sich beurteilen, ob sich Geothermie in Landshut technisch und wirtschaftlich lohnen würde. Eine Entscheidung für den Bau einer Geothermieanlage bedeutet die Messung noch nicht. Bohrungen in den Untergrund gibt es für die Seismik-Messung nicht.

    Auf einen Blick

    • Zeitraum der Messung: voraussichtlich Dezember
    • Geophone vor Ort: insgesamt circa 14 Tage
    • Infostand mit Projektleiter Simon Meier: Samstag, 31. Oktober 2026, 10 bis 13 Uhr, Kundenzentrum, Altstadt 74
    • Infoveranstaltung mit Vibro-Truck: Samstag, 14. November 2026, 10 bis 14 Uhr, Stadtwerke-Gelände, Christoph-Dorner-Straße 9, mit Mitarbeitenden der Stadtwerke und der beauftragten Firma DMT Group
    • Weitere Informationen: www.stadtwerke-landshut.de/geothermie

    Am 31. Oktober können Interessierte und betroffene Anwohner ihre Fragen zur Messung und zum Geothermie-Projekt stellen. Beim zweiten Termin am 14. November erfahren Besucher, wo und warum das Spezialfahrzeug eingesetzt wird, wie Messungen und Sicherheitsvorkehrungen ablaufen, welche Auswirkungen möglich sind und welche Ziele das Projekt hat.

    Eigene Einschätzung

    Dass die Stadtwerke früh informieren und mehrere Termine anbieten, hilft vor allem Anwohnern, die Besuch auf ihrem Grundstück bekommen könnten. Klar sagt die Mitteilung, dass nicht gebohrt wird und noch nichts entschieden ist. Offen bleibt der genaue Starttermin im Dezember. Wer an der Route wohnt, sollte sich vorab informieren.


    Grundlage: Pressemitteilung Stadt Landshut vom 23. Oktober 2026 – Original-Mitteilung (abgerufen am 26.10.2026)

    Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung abgeglichen. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.

  • Landshut: Kleine Isarbrücke bleibt bis Jahresende Baustelle

    Landshuter Altstadt von oben
    Symbolbild Landshut · Foto: SimonWaldherr, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    Landshut – An der Kleinen Isarbrücke in Landshut ist die Baustelle noch nicht abgeschlossen, auch wenn es dort zuletzt ruhiger wirkte. Das teilte die Stadt Landshut mit. Der Grund: Personal und Material wurden an der Großen Isarbrücke gebündelt. Die Behelfsumfahrung dort sollte schnell fertig werden, um die Vorbereitung des Abrisses nicht zu verzögern. Ab der Nacht auf den 22. September läuft der Verkehr dort über die Behelfsumfahrung.

    Die Stahllängsträger der Behelfsbrücke über die Kleine Isar kamen an der Großen Isar erneut zum Einsatz, ebenso das Erdmaterial. Die Betonwiderlager der Behelfsbrücke an der Kleinen Isar sind bislang nicht abgebaut worden. Sie müssen abgebrochen, das Material muss abgefahren werden. Um die provisorischen Straßendämme abzusichern, hat man dort Stahlträger senkrecht in den Boden gerammt und Stahlspundwände eingesetzt; beides muss noch aus dem Untergrund gezogen werden.

    Danach werden die beiden provisorischen Pfeiler mitten in der Isar zurückgebaut. Dafür braucht schweres Gerät tragfähige Arbeitsflächen aus Stein und Kies. Aufgeschüttet wird immer nur auf einer Flusshälfte, die zweite bleibt für das Wasser frei. Die Stahlbauteile an den Pfeilerköpfen werden mit einem Schneidbrenner getrennt. Eine Vibrationsramme greift die Stahlspundbohlen am oberen Ende und löst sie per Vibration, nur so lassen sie sich aus dem Flussgrund ziehen.

    Erst nach dem Rückbau können Ufersicherung und Wegeuntergrund fertig werden. Danach kommen Frostschutzschicht und Asphalt. Laut aktuellem Zeitplan soll bis Ende Dezember alles fertig sein. Unter der Kleinen Isarbrücke lässt sich erst dann wieder zu Fuß oder mit dem Rad durchkommen.

    Auch auf der Brücke selbst gibt es Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer. Flussabwärts neben der Bundesstraße bleibt der Geh- und Radweg bis Jahresende dicht, denn nur über diese Seite werden Material und Geräte zur Baustelle gebracht. Auf der Seite flussaufwärts ist der Weg wieder ungehindert nutzbar. Wer von Landshut kommend Richtung Piflas oder Ergolding zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, muss vor der Brücke die Straßenseite wechseln. Zurück auf die andere Seite geht es an der temporären Ampel bei der Gustl-Waldau-Straße.

    Die Stadt appelliert eindringlich an Autofahrer, die temporäre Ampel zu beachten. Derzeit müssten sich Schüler bei Grün immer wieder durch stehende Fahrzeuge hindurchschlängeln. Das Staatliche Bauamt hat vorgeschlagen, einen Schulweghelfer einzusetzen, und der Markt Ergolding begrüßt das. Gemeldet hat sich bislang trotz Aufrufen niemand. Interessierte Eltern können sich bei der Marktverwaltung melden.

    Auf einen Blick

    • Geh- und Radwege unter der Kleinen Isarbrücke: gesperrt, voraussichtlich Ende Dezember wieder frei
    • Geh- und Radweg flussabwärts auf der Brücke: bis Jahresende gesperrt
    • Geh- und Radweg flussaufwärts auf der Brücke: frei
    • Querung: temporäre Ampel bei der Gustl-Waldau-Straße
    • Schulweghelfer: Interessierte melden sich bei der Marktverwaltung Ergolding

    Eigene Einschätzung

    Dass Schüler sich bei Grün zwischen stehenden Autos durchdrängen müssen, ist das eigentlich Alarmierende an dieser Baustellenmeldung. Eine Ampel hilft nur, wenn sie beachtet wird. Ob sich noch ein Schulweghelfer findet, hängt nun an den Eltern. Wer täglich dort unterwegs ist, sollte den Seitenwechsel vor der Brücke einplanen.


    Grundlage: Pressemitteilung Stadt Landshut vom 19. Oktober 2026 – Original-Mitteilung (abgerufen am 22.10.2026)

    Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung abgeglichen. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.

  • Landkreis Landshut: Kartenführerschein von 2002 bis 2004 bis 19.01.2027 umtauschen

    Straße Altstadt in Landshut mit Martinskirche
    Symbolbild Landshut · Foto: Diego Delso, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

    Landshut – Wer im Landkreis Landshut einen Kartenführerschein besitzt, der in den Jahren 2002 bis 2004 ausgestellt wurde, muss ihn bis zum 19.01.2027 umtauschen. Darauf weist die Führerscheinstelle am Landratsamt Landshut hin. Die Kartenführerscheine aus den Jahren 1999 bis 2001 sind bereits nicht mehr gültig. Das Landratsamt teilte mit, dass die Behörde alle Betroffenen bittet, umgehend den Umtausch zu beantragen. So sollen die neuen Dokumente fristgerecht fertig werden. Bei hohem Antragsaufkommen könnten Anträge, die erst zum Jahresende gestellt werden, unter Umständen nicht rechtzeitig bearbeitet werden.

    Am 15.02.2019 gab der Bundesrat grünes Licht für den in Stufen ablaufenden Pflichtumtausch der Führerscheine. Je nach Ausstellungsjahr gelten unterschiedliche Fristen für die unbefristeten Kartenführerscheine:

    • Bei Ausstellung 2002 bis 2004 bleibt Zeit bis 19.01.2027; der Umtausch sollte jetzt erledigt werden.
    • Für die Jahre 2005 bis 2007 gilt die Frist bis 19.01.2028; der Umtausch sollte ab Februar 2027 erfolgen.
    • Für 2008 gilt die Frist bis 19.01.2029; bitte noch warten.
    • Für 2009 gilt die Frist bis 19.01.2030; bitte noch warten.
    • Für 2010 gilt die Frist bis 19.01.2031; bitte noch warten.
    • Für 2011 gilt die Frist bis 19.01.2032; bitte noch warten.
    • Für 2012 bis 18.01.2013 gilt die Frist bis 19.01.2033; bitte noch warten.

    Die Anträge und alle Informationen stehen auf der Homepage des Landratsamtes. Den unterschriebenen Antrag schickt man mit einem aktuellen biometrischen Passfoto, das nicht älter als drei Monate sein darf, sowie je einer Kopie von Personalausweis und Führerschein an die Behörde. Laut Mitteilung wird außerdem eine Meldebestätigung benötigt. Der Umtausch kann persönlich, schriftlich oder online beantragt werden. Der Pflichtumtausch und der Antrag auf einen internationalen Führerschein sind nun auch online verfügbar.

    Wie lange die Bearbeitung dauert, hängt vom Antragsaufkommen ab: Zu rechnen ist mit zwei bis drei Monaten. Hinzu kommt die Lieferzeit bei der Bundesdruckerei.

    Auf einen Blick

    • Frist für Ausstellungsjahre 2002 bis 2004: 19.01.2027
    • Unterlagen: unterschriebener Antrag, biometrisches Passfoto (nicht älter als drei Monate), Kopien von Personalausweis und Führerschein
    • Beantragung: persönlich, schriftlich oder online
    • Bearbeitungsdauer: je nach Antragsaufkommen zwei bis drei Monate, zuzüglich Lieferzeit der Bundesdruckerei
    • Erreichbar ist die Stelle unter fahrerlaubnis@landkreis-landshut.de oder telefonisch unter 08703 9073-3316.

    Hintergrund

    Der Pflichtumtausch kostet laut Website des Landkreises 26,50 €. Dem Antrag sollte man kein Bargeld beilegen, denn man bekommt eine Kostenrechnung zugesandt.

    Die Bundesregierung stellt klar, dass der Umtausch eine rein verwaltungstechnische Angelegenheit ist. Die Fahrerlaubnis selbst bleibt unverändert bestehen, eine Wiederholung der Fahrprüfung ist damit nicht verbunden. Das Ausstellungsdatum steht auf der Vorderseite des Kartenführerscheins im Feld 4a. Nach Angaben der Bundesregierung gilt es als Ordnungswidrigkeit, den Umtausch zu versäumen; dann werden zehn Euro Verwarnungsgeld fällig.

    Eigene Einschätzung

    Wer einen Führerschein aus diesem Zeitraum hat, sollte nicht bis zum Ende der Frist warten. Bearbeitungs- und Lieferzeit zusammen sind lang, und die Behörde warnt selbst vor Engpässen, wenn viele Anträge eingehen. Die Online-Beantragung dürfte vielen den Gang ins Amt ersparen. Die Gebühr nennt die Mitteilung allerdings nicht, sie steht nur auf der Website des Landkreises.


    Grundlage: Pressemitteilung Landratsamt Landshut vom 15. Oktober 2026 – Original-Mitteilung (abgerufen am 19.10.2026)

    Quellen für den Abschnitt „Hintergrund“:

    1. Landkreis Landshut: Umtausch Papierführerschein / unbefristeter Kartenführerschein (abgerufen am 19.10.2026)
    2. Bundesregierung: Führerschein umtauschen, diese Fristen gelten (abgerufen am 19.10.2026)

    Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung und den genannten Quellen abgeglichen, jede Angabe im „Hintergrund“ mit ihrer Fundstelle. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.

  • Landshut: Kartenführerscheine von 2002 bis 2004 bis 19. Januar 2027 umtauschen

    Burg Trausnitz in Landshut
    Symbolbild Landshut · Foto: Diego Delso, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

    Landshut – Wer einen Kartenführerschein besitzt, der in den Jahren 2002 bis 2004 ausgestellt wurde, muss ihn bis zum 19. Januar 2027 gegen ein neues Dokument tauschen. Darauf weist die Fahrerlaubnisbehörde hin, wie die Stadt Landshut mitteilte.

    Wer schon betroffen ist

    Kartenführerscheine aus den Jahren 1999 bis 2001 sind bereits nicht mehr gültig. Auch sämtliche Papierführerscheine der Jahrgänge ab 1953 sind nicht mehr gültig. Bei rechtzeitigem Antrag müssten sie schon umgetauscht sein. Nur die Geburtsjahrgänge vor 1953 haben länger Zeit: Sie können ihren Papierführerschein oder Kartenführerschein bis 2033 umtauschen.

    Fahren bleibt erlaubt, das Dokument nicht

    Die Behörde stellt klar, dass der betroffene Personenkreis auch nach dem 19. Januar 2027 selbstverständlich Auto fahren darf. Mit Ablauf dieses Datums verliert nur das Dokument seine Gültigkeit, das Recht zum Fahren besteht weiter. Wer nach Fristablauf keinen gültigen Kartenführerschein hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss bei Kontrollen unter Umständen ein Bußgeld zahlen.

    Für Fahrten ins Ausland ist laut Behörde unklar, wie ausländische Kontrollen auf abgelaufene Führerscheine reagieren, da dazu keine Erfahrungen vorliegen. Sie empfiehlt deshalb, während der Umtauschphase auf Auslandsfahrten zu verzichten. Andernfalls geschehe die Reise auf eigenes Risiko.

    Früh beantragen

    Die Fahrerlaubnisbehörde rät, den Antrag früh zu stellen und nicht erst zum Ende der Frist. Ohne vorherige Terminvereinbarung kann ein Besuch zu längeren Wartezeiten führen. Bei erhöhtem Besucheraufkommen oder aus personellen Gründen behält sich die Behörde vor, Besucher zurückzuweisen.

    Auf einen Blick

    • Frist für Kartenführerscheine der Ausstellungsjahre 2002 bis 2004: 19. Januar 2027
    • Geburtsjahrgänge vor 1953: Umtausch von Papierführerschein oder Kartenführerschein bis 2033
    • Benötigt werden: biometrisches Passfoto (nicht digital), gültiger Ausweis beziehungsweise Pass, bisheriger Führerschein
    • Onlineterminvereinbarung: www.landshut.de/fahrerlaubnisundzulassung
    • Antrag online: www.landshut.de/fuehrerscheinumtausch
    • Fragen per E-Mail: fuehrerscheinstelle@landshut.de

    Eigene Einschätzung

    Wer einen Kartenführerschein aus diesem Zeitraum besitzt, sollte jetzt nicht auf den letzten Drücker warten. Hilfreich ist die klare Aussage, dass die Fahrerlaubnis selbst bestehen bleibt und nur das Dokument ungültig wird. Offen lässt die Mitteilung, wie hoch ein mögliches Bußgeld ausfiele. Wer ins Ausland fährt, sollte den Rat der Behörde ernst nehmen.


    Grundlage: Pressemitteilung Stadt Landshut vom 15. Oktober 2026 – Original-Mitteilung (abgerufen am 15.10.2026)

    Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung abgeglichen. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.

  • Landshut: Stadtwerke warnen vor Post privater Smart-Meter-Anbieter

    Landshut mit der Martinskirche, Blick von der Burg
    Symbolbild Landshut · Foto: Franzfoto, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

    Landshut – Haushalte in Landshut bekommen derzeit Briefe privater Messstellenbetreiber, etwa von der DMG Deutsche Messwesen GmbH und der Metrify Smart Metering GmbH. Die Schreiben wirken teilweise amtlich und drängen Kundinnen und Kunden zu einem raschen Wechsel des Stromzählers. Die Stadtwerke Landshut teilten mit, dass diese Unternehmen unabhängig von ihnen handeln. Es gebe keine Zusammenarbeit.

    Die DMG ist nach Angaben der Stadtwerke ein wettbewerblicher Messstellenbetreiber, der bundesweit Haushalte anschreibt und den Einbau intelligenter Messsysteme (Smart Meter) anbietet. Das Unternehmen sei weder für den gesetzlich vorgesehenen Smart-Meter-Rollout noch für regulär anstehende Zählerwechsel in Landshut verantwortlich. Als grundzuständiger Messstellenbetreiber setzen die Stadtwerke Landshut die gesetzlichen Vorgaben nach und nach um.

    Auf das Schreiben der DMG müssen Haushalte weder reagieren noch einen Termin vereinbaren. Ist bei ihnen ein gesetzlicher Einbau nötig, übernehmen ihn die Stadtwerke. Wer Kundin oder Kunde der Stadtwerke ist, zahlt für diese vorgeschriebenen Einbauten nichts.

    Wer muss einen Smart Meter bekommen?

    Zum Einbau verpflichtet sind unter anderem Haushalte, die mehr als 6.000 kWh im Jahr verbrauchen, Betreiber von Photovoltaikanlagen mit über 7 kW Leistung sowie Nutzerinnen und Nutzer von Wärmepumpen oder Wallboxen, deren Anschlussleistung bei 4,2 kW oder darüber liegt. Die Stadtwerke setzen diese Einbauten nach und nach um.

    Kosten und Vertragsbedingungen

    Mit einem Einbau ohne Kosten für die Kundschaft macht die DMG Werbung. Entscheidend sind laut Stadtwerken aber die laufenden Kosten und die Vertragsbedingungen. Die Stadtwerke sind bei den Entgelten an die Preisobergrenzen nach § 30 Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) gebunden. Wettbewerbliche Anbieter unterliegen diesen Grenzen nicht und können höhere Preise verlangen. Ein Anbieterwechsel kann deshalb je nach Vertrag Mehrkosten bringen. Zu prüfen sind die jährlichen Kosten, die Vertragslaufzeit, Kündigungsfristen und mögliche Zusatzleistungen.

    Der in den Schreiben genannte Betrag von 102 Euro pro Jahr bezieht sich auf § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Er gilt nur, wenn ein intelligentes Messsystem installiert ist, als steuerbare Verbrauchseinrichtung eine Wärmepumpe oder Wallbox da ist und eine Elektrofachkraft den Anschluss ordnungsgemäß beim Netzbetreiber gemeldet hat. Wer lediglich einen Smart Meter einbauen lässt, bekommt die Reduzierung nicht automatisch.

    Die Stadtwerke raten, sich in Ruhe zu informieren und sich nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen. Ein Vertrag mit einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber sei freiwillig.

    Auf einen Blick

    • E-Mail: messwesen@stadtwerke-landshut.de
    • Telefon Kundenzentrum: 0800 0871 871
    • Pflichteinbau: Verbrauch von mehr als 6.000 kWh im Jahr, Photovoltaikanlagen mit mehr als 7 kW, Wärmepumpen oder Wallboxen mit mindestens 4,2 kW Anschlussleistung
    • Gesetzlicher Pflichteinbau bei den Stadtwerken Landshut: kostenlos

    Hintergrund

    Auch die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass derzeit einige Verbraucher in ganz Deutschland Infopost erhalten, die einen Smart Meter bewirbt. Absender sei ein wettbewerblicher Messstellenbetreiber. Haushalte selbst sind laut Verbraucherzentrale nicht verpflichtet, sich zu einem bestimmten Termin einen Smart Meter einbauen zu lassen. Den Einbau setzen die grundzuständigen Messstellenbetreiber um.

    Wer tatsächlich einen Smart Meter bekommen soll, wird vorher informiert. Nach Angaben der Bundesnetzagentur muss der grundzuständige Messstellenbetreiber spätestens drei Monate vor dem Einbau Bescheid geben und auf die freie Wahl des Messstellenbetreibers hinweisen. Muss die Wohnung betreten werden, folgt spätestens zwei Wochen vor dem Einbau eine weitere Benachrichtigung, und es muss mindestens ein Ersatztermin angeboten werden.

    Seit 2025 kann jeder Haushalt laut Verbraucherzentrale zudem einen vorzeitigen Einbau eines intelligenten Messsystems verlangen, der dann innerhalb von vier Monaten erfolgen muss. Dafür darf der Messstellenbetreiber zusätzliche Kosten berechnen. Die Bundesnetzagentur nennt als Vermutungsgrenze für ein angemessenes einmaliges Entgelt einen Betrag von 100 Euro.

    Die Bundesnetzagentur rät außerdem: Unangekündigt darf niemand an der Haustür erscheinen und Zutritt verlangen. Wer unsicher ist, sollte sich den Ausweis zeigen lassen oder den Messstellenbetreiber anrufen.

    Eigene Einschätzung

    Die Stadtwerke beantworten die Fragen, die Betroffene nach so einem Brief haben dürften, klar und an einer Stelle gebündelt. Ob die Schreiben der privaten Anbieter rechtlich zu beanstanden sind, sagt die Mitteilung nicht. Wer unsicher ist, sollte vor einer Unterschrift den Vertrag mit den Kosten der Stadtwerke vergleichen und im Zweifel dort nachfragen.


    Grundlage: Pressemitteilung Stadtwerke Landshut vom 12. Oktober 2026 – Original-Mitteilung (abgerufen am 14.10.2026)

    Quellen für den Abschnitt „Hintergrund“:

    1. Bundesnetzagentur: Messeinrichtungen / Zähler (abgerufen am 14.10.2026)
    2. Verbraucherzentrale: Smart Meter, was Sie über die Stromzähler wissen müssen (abgerufen am 14.10.2026)

    Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung und den genannten Quellen abgeglichen, jede Angabe im „Hintergrund“ mit ihrer Fundstelle. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.

  • Wochenmärkte und Hofläden in der Region Landshut

    Die Neustadt in Landshut
    Foto: Zairon, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    Tomaten, die nach Tomaten schmecken, oder Eier von einem Hof ein paar Kilometer weiter: Dafür muss man in der Region Landshut nicht weit fahren. Laut Landratsamt verkaufen über 120 Betriebe aus Stadt und Landkreis ihre Erzeugnisse direkt, im Hofladen, am Verkaufsautomaten, auf dem Wochenmarkt oder zum Abholen ab Hof. Hier steht, wo man sie findet.

    Zwei Märkte in der Landshuter Innenstadt

    Der Landshuter Wochenmarkt findet freitags vormittags in der unteren Neustadt statt. Je nach Saison stehen dort rund 50 bis 60 Marktleute. Es gibt Obst und Gemüse, Brot, Eier, Honig, Fisch, Fleisch und Wurst, dazu Blumen und Pflanzen, Bio-Ware und einen Würstlstand. Fällt der Freitag auf einen Feiertag, rückt der Markt nach Angaben der Stadt auf den Donnerstag vor.

    Der zweite Markt heißt Schwaigermarkt, und für ihn muss man nicht auf den Freitag warten. Seine bunten Schirme stehen in der Fußgängerzone der Altstadt zwischen Theaterstraße und Grasgasse, und zwar an mehreren Vormittagen pro Woche. Hier verkaufen vor allem Direktvermarkter, also Leute, die das Angebotene selbst anbauen oder herstellen. Obst, Gartenprodukte, Pilze, Honig, Eier und gebundene Blumen gehören zum festen Sortiment.

    Die genauen Tage und Zeiten stehen auf der Seite der Stadt zu Wochenmarkt und Schwaigermarkt. Die Angaben dort und auf der Tourismusseite weichen beim Schwaigermarkt leicht voneinander ab, im Zweifel also lieber vorher nachfragen.

    Wochenmärkte im Landkreis

    Auch draußen auf dem Land gibt es feste Markttage. Die Stadt Landshut hat im Mai 2026 eine Übersicht veröffentlicht, das Landratsamt verlinkt die Märkte der Gemeinden. Eine Auswahl:

    • In Weixerau (Gemeinde Eching) gibt es freitags nachmittags den Bauernmarkt beim Möbelhaus Biller. Ein eigener Verein organisiert ihn und schreibt auf seiner Website, welche Stände gerade da sind. Vieles dort ist selbst gemacht.
    • Essenbach hat samstags einen Markt am Rathausplatz, allerdings nur von März bis Oktober. Neben Käse, Wurst, Obst und Gemüse gibt es Kränze und Jungpflanzen, und örtliche Vereine haben eine eigene Bude.
    • In Neufahrn in Niederbayern ist mittwochs vormittags Markt. Die meisten Beschicker kommen aus der Umgebung, und es gibt auch Gemüsepflanzen für den eigenen Garten.
    • Rottenburg an der Laaber hat seinen Wochenmarkt am Samstag. Wer sich danach noch hinsetzen will, bekommt dort Kaffee und Kuchen.
    • Der DorfMarkt in Unterneuhausen findet freitags nachmittags am Lindenplatz statt. Viele Radfahrer machen hier Pause.
    • In Vilsbiburg steht der Markt samstags auf dem Stadtplatz, nicht weit vom Vilsufer.

    Dazu kommen der Bauern- und Wochenmarkt in Geisenhausen und der Hallertauer Erlebnismarkt in Pfeffenhausen. Links zu allen Märkten sammelt das Landratsamt auf seiner Seite zur Direktvermarktung.

    Hofläden finden

    Wer lieber direkt auf den Hof fährt, hat zwei gute Werkzeuge. Das erste ist regional: Stadt und Landkreis Landshut geben zusammen mit der Kreisgruppe des BUND Naturschutz eine Broschüre mit Direktvermarktern heraus. 2026 ist sie in dritter Auflage erschienen. Gedruckt liegt sie kostenlos in der Tourist-Information im Rathaus aus, beim Büro für Tourismus am Landratsamt kann man sie bestellen. Online gibt es eine interaktive Karte.

    Das zweite ist bundesweit: Die Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauernhof“ führt seit 1988 ein Verzeichnis landwirtschaftlicher Direktvermarkter. Nach eigenen Angaben sind über 875 Bauernfamilien dabei. Im Hofladen-Finder sucht man nach Postleitzahl oder Ort.

    Ein praktischer Hinweis: Kleine Hofläden haben oft nur an bestimmten Tagen offen, manche funktionieren als Selbstbedienung mit Kasse des Vertrauens. Kleingeld einzustecken ist nie verkehrt. Wer gezielt Fleisch kaufen will, fragt am besten vorher, wann geschlachtet wird.

    Was gerade Saison hat

    Das Kompetenzzentrum für Ernährung am Landwirtschaftsministerium hat einen Bayerischen Saisonkalender herausgegeben. Er zeigt, wann Obst und Gemüse aus bayerischer Erzeugung in großen Mengen auf dem Markt ist. Ein paar Beispiele daraus:

    • Rhabarber hat seine Hauptsaison im April und Mai. Spargel folgt im Mai und Juni.
    • Erdbeeren gibt es vor allem von Mai bis Juli, Süßkirschen im Juni und Juli. Im August und September folgen die Zwetschgen.
    • Kürbis hat von August bis November Hauptsaison. Frische Äpfel aus der Ernte kommen ab September.
    • Im Winter ist Grünkohl dran, vor allem im November und Dezember. Dazu kommen Feldsalat, Lauch und Lagerware wie Kartoffeln und Äpfel.

    Auf dem Markt hilft auch eine einfache Frage: „Ist das von Ihnen?“ Wer selbst erzeugt, sagt das in der Regel gern. Bei verpackter Ware zeigen die Siegel „Geprüfte Qualität Bayern“ und das Bayerische Bio-Siegel eine bayerische Herkunft an.

    Nach dem Einkauf eine Pause machen? Ideen dafür stehen in unserem Überblick über die Biergärten in Landshut. Wer den Samstagsmarkt in Vilsbiburg mit einer Radtour verbinden möchte, findet die Strecke in unserem Beitrag über Radtouren an Isar und Vils. Weitere Themen rund um Genuss stehen in der Rubrik Essen & Trinken.

  • Sportvereine in Landshut: ein Überblick nach Sportarten

    Eishockeystadion in Landshut nach dem Umbau
    Foto: Scotland-the-brave, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    Landshut ist eine Sportstadt, das zeigt schon ein Blick in die Zahlen. Nach Angaben der Stadt gibt es mehr als 60 Sport- und Schützenvereine, in denen über 32.000 Menschen aktiv sind. Das Angebot reicht von Aerobic bis Zumba, dazwischen liegen Exoten wie Capoeira, Faustball oder Rhönrad. Hier ein Überblick nach Sportarten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

    Fußball

    Der Traditionsverein im Landshuter Fußball ist die SpVgg Landshut, gegründet 1919. Dazu kommen viele Vereine in den Stadtteilen, in denen Kinder und Erwachsene kicken:

    • TSV Landshut-Auloh, ein Mehrspartenverein mit Fußball, Turnen, Badminton, Volleyball, Jazztanz und Stockschießen
    • SSV 63 Landshut-Schönbrunn, neben Fußball auch mit Dart und Stockschießen
    • SC Landshut-Berg mit Fußball, Handball und Tennis
    • SV Landshut-Münchnerau, unter anderem mit Fußball, Leichtathletik und Taekwon-Do
    • FC Eintracht Landshut und der ETSV 09 Landshut

    Einen eigenen Weg geht das Team Bananenflanke Landshut, ein inklusives Fußballangebot, bei dem Freizeit und Gemeinschaft im Vordergrund stehen.

    Eishockey und Eissport

    Eishockey hat in Landshut Tradition. Der EV Landshut wurde 1948 gegründet und 1970 und 1983 Deutscher Meister. Heute kümmert sich der Eislaufverein Landshut e. V. um den Nachwuchs, die Profimannschaft spielt in einer eigenen Spielbetriebs-GmbH. Beim Eislaufverein gibt es außerdem Eiskunstlauf, Inline-Hockey und Stockschießen. Wer einfach nur zum Spaß den Schläger schwingen will, findet in der Vereinsliste der Stadt mehrere Hobbyteams, etwa den EHC Landshut, den SHC Landshut oder die LA Blues.

    Große Mehrspartenvereine

    Wer sich nicht festlegen will oder für die ganze Familie etwas sucht, ist bei den großen Vereinen gut aufgehoben:

    • Die Turngemeinde Landshut bietet unter anderem Basketball, Fechten, Judo, Handball, Leichtathletik, Gerätturnen, Tischtennis und Rehasport an, dazu eine Kindersportschule.
    • Beim TV 64 Landshut gibt es neben Kinderturnen und Leichtathletik auch American Football, Baseball und Softball, Bogenschießen und Krav Maga.
    • Der VfL Landshut-Achdorf hat Badminton, Handball, Tennis, Tanzsport, Karate und viele Gymnastikgruppen im Programm.
    • Der Postsportverein Landshut setzt auf Freizeit- und Gesundheitssport, mit Badminton, Tennis, Volleyball und Radwandern.

    Wasser, Berge und Luft

    An der Isar liegen der Landshuter Ruderverein von 1952 und die Kanuabteilung des ETSV 09. Mehr dazu steht in unserem Artikel über Rudern, Kanu und SUP auf der Isar. Schwimmer, Triathleten und Taucher finden beim Schwimmclub 53 Landshut ihren Verein. Die Sektion Landshut des Deutschen Alpenvereins hat ein Kletterzentrum und organisiert Touren in die Berge, ebenso die NaturFreunde Landshut. Wer lieber abhebt, schaut beim Luftsportverein Landshut mit Segel-, Motor- und Modellflug oder beim Drachen- und Gleitschirmclub Albatros vorbei.

    Tennis, Reiten und noch mehr

    • Tennis: TC Rot-Weiß Landshut und TC Weiß-Blau Landshut, dazu Tennisabteilungen in mehreren Mehrspartenvereinen
    • Reiten: Reit- und Fahrverein Landshut und Reiterfreunde Landgestüt Landshut
    • Boxen beim Boxclub SC Bavaria 20, Gewichtheben und Kraftsport beim Stemmclub Bavaria 20, Capoeira bei Cativeiro Capoeira Landshut
    • Radsport: Veloteam Landshut
    • Und für den Kopf: Schachclub Landshut

    Eine eigene Welt sind die Schützenvereine. Besonders traditionsreich klingt schon der Name der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft 1425 Landshut. Dazu kommen gut ein Dutzend weitere Schützenvereine, viele davon in den Stadtteilen.

    Sport für alle

    Inklusiver Sport hat in Landshut mehrere Adressen. Die Turngemeinde bietet Behinderten- und Versehrtensport an. Der Gehörlosen-Sportverein Landshut ist für gehörlose Sportlerinnen und Sportler da, und der TSV Landshut-Auloh nennt Inklusion ausdrücklich als Teil seines Angebots. Wer eine bestimmte Sportart mit Unterstützungsbedarf sucht, fragt am besten direkt beim Verein nach.

    So findet man den passenden Verein

    Die beste Quelle ist die Stadt selbst. Auf landshut.de gibt es eine Sportartensuche, in der man nach der gewünschten Sportart filtern kann. Die Liste der Sport- und Schützenvereine zeigt alle Vereine mit Kontaktdaten. Bei Fragen hilft die Stabsstelle Sport im Rathaus weiter.

    Danach geht es meist so weiter:

    1. Ein Probetraining anfragen. Die meisten Vereine lassen Interessierte ein- oder zweimal unverbindlich mitmachen.
    2. Auf die Trainingszeiten achten. Ein Verein ganz in der Nähe mit Training am passenden Abend schlägt oft das schönere Angebot am anderen Ende der Stadt.
    3. Nach dem Beitrag fragen. Viele Vereine haben Familien- und ermäßigte Tarife, in manchen Abteilungen kommt ein Zusatzbeitrag hinzu.
    4. Die Leute kennenlernen. Ob man bleibt, hängt am Ende selten nur am Sport. Die Stimmung in der Gruppe zählt genauso.

    Wer im Landkreis wohnt, fragt am besten bei der eigenen Gemeinde nach. Fast jeder Ort hat seinen eigenen Sportverein, und kurze Wege sind beim Training mehr wert, als man anfangs denkt. Und wer im Verein mehr übernehmen möchte, als nur mitzutrainieren, findet im Artikel Ehrenamt in Landshut passende Anlaufstellen. Weitere Sportthemen gibt es in der Rubrik Sport.

  • Rudern, Kanu und SUP auf der Isar in Landshut

    Die Isar mit dem Ludwigswehr in Landshut
    Foto: Burkhard Mücke, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    Von der Brücke aus sieht die Isar in Landshut oft gemütlich aus. Wer sie vom Wasser aus kennt, weiß, dass sie das nicht immer ist. Strömung, Wehre und schnell steigende Pegel gehören dazu. Trotzdem, oder gerade deshalb, ist der Fluss mitten in der Stadt ein schönes Revier für Ruderer, Kanuten und Stand-up-Paddler. Wer anfangen will, ist in einem Verein am besten aufgehoben.

    Rudern: der Landshuter Ruderverein von 1952

    Der Landshuter Ruderverein von 1952 e. V. hat eine hübsche Gründungsgeschichte. Anlass war der Wunsch nach einer Ruderregatta auf der Isar, die zur Landshuter Dult auf Höhe der Grieserwiese stattfinden sollte. Geholfen haben die Rudervereine aus Regensburg und Straubing, die dem neuen Verein je einen Gig-Vierer schenkten. Das erste Bootshaus stand an der Achdorfer Eisenbahnbrücke. Seit 1955 ist der Verein auf der Insel Mitterwöhr zu Hause, das heutige Vereinsheim mit Bootshalle wurde 1987 eröffnet.

    Laut Verein liegt das Bootshaus an der Großen Isar, etwa 300 Meter flussaufwärts vom Isarspitz. Das Revier hat zwei Gesichter. Auf der Großen Isar strömt das Wasser teils kräftig, danach folgt der ruhige Stausee der Stufe Altheim mit rund drei Kilometern Länge. Vom Isarspitz aus kann man außerdem ein Stück die Kleine Isar hinauf rudern.

    Der Verein betreibt Breitensport und Leistungssport, von den Kindern und Jugendlichen bis zu den Masters. Wer erst einmal testen will, ob Rudern passt, kann im Frühjahr einen Anfängerkurs besuchen. Dort sitzt man zuerst am Ergometer, lernt die Bewegung und wagt dann eine erste Ausfahrt. Eine Anmeldung ist nötig. Termine und Kosten stehen auf der Website des Rudervereins.

    Spannend ist ein Blick in die Ruderordnung des Vereins, weil sie zeigt, wie ernst Sicherheit auf der Isar genommen wird. Wer mitrudern will, muss ausreichend schwimmen können. Bei Hochwasser, viel Treibholz oder Frost bleibt das Boot an Land. Gerudert wird nur bei Tageslicht. Wenn bei Nebel die Ufer kaum zu sehen sind, ist der Stausee tabu. Und wer kentert, bleibt am Boot und schwimmt mit ihm ans Ufer.

    Kanu und Kajak: die Kanuabteilung des ETSV 09

    Für Paddler ist die Kanuabteilung des ETSV 09 Landshut die erste Adresse. Im Mittelpunkt steht das Kanuwandern, mit Tagesfahrten auf Isar, Donau, Regen, Naab oder Salzach und mehrtägigen Touren. Trainiert wird auf der Isar in Landshut, auf einer beleuchteten Strecke, die auch im Winterhalbjahr Übung möglich macht. Wer weiter will, findet Wildwasserkurse in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Kanu-Verband.

    Für den Einstieg hat die Abteilung Leihboote, das Anfängertraining wird individuell abgestimmt. Stand-up-Paddling bietet der ETSV nicht als eigenes Training an. SUP-Fahrer sind am Bootshaus aber ausdrücklich willkommen. Für alle, die das Board bisher nur vom Badesee kennen, ist das eine gute Gelegenheit: Hier lernt man von Leuten, die den Fluss seit Jahren befahren.

    Paddler finden in der Vereinsliste der Stadt Landshut noch eine zweite Adresse, den Faltbootklub Landshut e. V.

    Was rechtlich gilt

    In Bayern darf grundsätzlich jeder Gewässer mit kleinen Booten ohne Motor befahren. Das Bayerische Wassergesetz nennt das Gemeingebrauch. Darunter fallen in der Regel Kanu, Kajak, Ruderboot und SUP. Es gibt aber Bedingungen: Das Gewässer darf nicht erheblich beeinträchtigt werden, und fremde Grundstücke darf man nicht unerlaubt betreten. Das betrifft vor allem Ein- und Ausstiegsstellen.

    Die Landratsämter und kreisfreien Städte können den Gemeingebrauch regeln, einschränken oder verbieten, etwa zum Schutz der Natur oder aus Sicherheitsgründen. Andere Landkreise an der Isar haben dafür eigene Bootfahr-Verordnungen erlassen. Vor einer Tour lohnt deshalb die Frage, ob für den geplanten Abschnitt etwas gilt. Ansprechpartner sind die Stadt Landshut oder das Landratsamt.

    Besondere Rücksicht verlangen Schutzgebiete. Der Stausee bei Altheim ist nach Angaben des Rudervereins Vogelschutzgebiet. Wer dort unterwegs ist, hält Abstand zu Ufern, Inseln und rastenden Vögeln.

    Die Wehre: nicht unterschätzen

    In Landshut gibt es mit dem Maxwehr und dem Ludwigswehr zwei Wehre, an denen das Wasser gefährlich wird. Die Stadt verbietet das Baden in ihrem Einflussbereich und warnt ausdrücklich vor Lebensgefahr. Unterhalb eines Wehrs bildet sich oft eine Rückströmung, die Menschen und Boote festhält. Für Paddler heißt das: Wehre nie befahren, früh genug anlanden und das Boot umtragen. Wer die Stellen nicht kennt, fährt die Strecke beim ersten Mal mit jemandem, der sie kennt.

    Sicherheit auf dem Wasser

    • Vor jeder Fahrt den Pegel prüfen. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern zeigt den aktuellen Isarpegel in Landshut-Birket. Bei Hochwasser und viel Treibgut bleibt man an Land.
    • Eine Schwimmweste gehört dazu, auch auf dem SUP und auch bei Sonnenschein.
    • Auf fließendem Wasser kann sich eine Knöchelleine an Ästen oder Brückenpfeilern verfangen. Besser ist eine Leine mit Schnellauslöser an der Hüfte.
    • Unbekannte Abschnitte fährt man besser nicht allein.
    • Im Frühjahr ist die Isar kalt. Wer dann ins Wasser fällt, verliert schnell Kraft.
    • Nach Starkregen können laut Stadt Krankheitserreger in den Fluss gelangen. Wer dann kentert und Wasser schluckt, riskiert mehr als nasse Kleidung.

    Seit 2019 ist das Baden in der Isar im Stadtgebiet wieder erlaubt. Ein offizielles Badegewässer ist der Fluss deshalb aber nicht. Strömung, Untiefen und Treibgut bleiben, betont die Stadt auf ihrer Seite zu Badegewässern.

    Wie man anfängt

    Am einfachsten über einen Verein: ein Anfängerkurs beim Ruderverein oder ein Probetraining bei den Kanuten. Dort gibt es Boote und Leute, die wissen, wo es auf der Isar knifflig wird. Wer danach lieber an Land bleibt, findet in unserem Artikel über die Isarauen Ideen für Spaziergänge am Wasser. Weitere Vereine stehen im Überblick über Landshuter Sportvereine, mehr Sportthemen in der Rubrik Sport.

  • Radtouren an Isar und Vils rund um Landshut

    Die Isar an der Hammerinsel in Landshut
    Foto: Allie_Caulfield from Germany, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

    Landshut liegt an einem der bekanntesten Flussradwege Bayerns, und gleich hinter der Stadt beginnt das Hügelland zwischen Isar und Vils. Für Radfahrer heißt das: flache Genusstouren am Fluss oder ein paar Höhenmeter mehr, wenn man ins Vilstal hinüber will. Wir stellen die wichtigsten Strecken vor und sagen, wie man sie in Tagesetappen aufteilt.

    Der Isarradweg

    Der Isarradweg ist knapp 300 Kilometer lang. Er beginnt im Karwendel, führt über Bad Tölz, München und Freising nach Niederbayern und endet an der Mündung der Isar in die Donau bei Deggendorf. Betreut wird die Route vom Arbeitskreis Isarradweg, in dem sich die Regionen entlang des Flusses zusammengeschlossen haben. Auf der offiziellen Website des Isarradwegs stehen Karten, GPS-Daten und Hinweise auf Umleitungen.

    Je weiter man nach Osten kommt, desto breiter wird das Tal und desto flacher die Landschaft. Der niederbayerische Teil eignet sich deshalb gut für Familien und alle, die lieber schauen als schwitzen.

    Drei Etappen rund um Landshut

    Moosburg – Landshut

    Eine schöne Halbtagestour führt von Moosburg nach Landshut. Moosburg hat eine kleine Altstadt mit dem Kastulusmünster und laut Arbeitskreis sogar Schließfächer, in denen man den E-Bike-Akku laden kann. Auf dem Weg nach Landshut passiert man die Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen, ein Schutzgebiet für Wasservögel. Ein Fernglas im Gepäck schadet nicht. Mehr über die Natur am Weg steht in unserem Beitrag über die Isarauen rund um Landshut.

    Kurz vor der Stadt liegt der Biergarten Ellermühle direkt am Radweg. Zurück nach Moosburg kommt man bequem mit dem Zug.

    Durch Landshut

    Rund 40 Kilometer des Isarradwegs liegen im Landkreis Landshut, und die Route führt mitten durch die Altstadt. Schon von Weitem sieht man den Turm der Basilika St. Martin, laut Arbeitskreis der höchste Backsteinturm der Welt. Für eine Pause in der Stadt gibt es genug Gründe, von der Stadtresidenz bis zur Burg Trausnitz. In der Innenstadt gibt es laut Stadt fast 1000 Fahrradbügel, abschließen kann man das Rad also fast überall. Am Stadtrand lohnt ein Abstecher zum Naherholungsgebiet Gretlmühle mit seinen Badeseen.

    Landshut – Dingolfing

    Isarabwärts geht es über Niederaichbach in den Landkreis Dingolfing-Landau. Unterwegs liegen die Klosteranlage Niederviehbach und in Loiching ein Kirchenensemble mit alten Linden. In Dingolfing selbst gibt es eine sehenswerte Altstadt und ein Museum zur Stadt- und Industriegeschichte, vom Goggomobil bis zu aktuellen BMW-Modellen. Zurück nach Landshut geht es von Dingolfing aus mit der Bahn. Wer noch Kraft hat, fährt weiter bis Landau.

    Von Landau sind es noch gut 60 Kilometer bis zur Mündung, eine Tagesetappe für sich. Bei Plattling teilt sich der Weg: Eine Variante führt nach Deggendorf, die andere ins Isarmündungsgebiet mit Infozentrum. Das letzte Stück zum Mündungsblick ist Fußgängern vorbehalten.

    Vom Isartal ins Vilstal

    Der Isar-Vils-Radweg verbindet die beiden Fernradwege im Landkreis. Er ist rund 24 Kilometer lang, gut beschildert und führt durch typisches niederbayerisches Hügelland. Laut Tourismusverband Ostbayern kommen dabei rund 160 bis 180 Höhenmeter bergauf zusammen. Bei klarem Wetter sieht man unterwegs die Alpen. Auf Höhe Vilsbiburg kann man auf den Vilstalradweg wechseln oder auf dem Vils-Rott-Radweg ins Rottal weiterfahren. Streckendaten und Karte gibt es beim Tourismusverband Ostbayern.

    Der Vilstalradweg folgt der Vils über rund 115 Kilometer von Dorfen in Oberbayern bis zur Mündung in die Donau bei Vilshofen. Er verläuft meist auf Radwegen und ruhigen Nebenstraßen, größere Steigungen gibt es kaum. Der Tourismusverband zählt ihn zu den beliebtesten Radwanderwegen Niederbayerns, gerade bei Familien. Unterwegs kommt man durch Velden, Vilsbiburg, Frontenhausen und Marklkofen und passiert Barockkirchen, Schlösser und den Vilstalsee.

    Ein aktueller Hinweis: Zwischen Vilsbiburg und Gerzen wird bis voraussichtlich Mitte Dezember 2026 an der Staatsstraße 2083 gebaut, die parallel zum Radweg verläuft. Dort kann mehr Verkehr sein als sonst. Solche Meldungen stehen jeweils auf der Seite des Vilstalradwegs.

    Karten und Planung

    Für Touren in und um die Stadt gibt es den kostenlosen Landshuter Radlplan. Er verzeichnet alle Radwege im Stadtgebiet und einige ausgearbeitete Touren. Gedruckt liegt er in der Tourist-Information in der Altstadt, im Rathaus II und im Landratsamt aus, als PDF steht er auf der Radseite der Stadt Landshut.

    Wer kein eigenes Rad dabeihat, kann von April bis Oktober in der Tourist-Information im Rathaus ein E-Bike leihen. Für längere Etappen gilt das Übliche: Reparaturset einpacken, genug trinken und die Rückfahrt mit dem Zug vorher prüfen, gerade an Sommerwochenenden, wenn viele Räder mitfahren wollen.

    Einkehr unterwegs

    Unterwegs einzukehren ist an Isar und Vils leicht. Etliche Gasthäuser im Landkreis liegen an oder nahe den Radwegen und haben im Sommer einen Biergarten. An der Isar sind das etwa die Ellermühle bei Landshut oder der Gasthof Meyer in Piflas. Im Vilstal haben sich mehrere Wirte auf Radler eingestellt, zum Beispiel die Linde in Leberskirchen oder der Landgasthof Maier in Frauensattling. Öffnungszeiten ändern sich je nach Saison, ein Blick auf die Website des Wirts vor dem Losfahren erspart Enttäuschungen.

    Weitere Adressen stehen in unserem Überblick über die Biergärten in Landshut und Umgebung. Wer unterwegs lieber auf dem Markt einkauft und eine Brotzeit einpackt, findet Tipps im Beitrag über Wochenmärkte und Hofläden.

  • Museen in Landshut: Überblick für Neugierige

    Altstadt Landshut mit Blick zur Heiliggeistkirche
    Foto: Rufus46, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

    Landshut ist keine Großstadt, hat aber eine Museumslandschaft, die man ihr nicht unbedingt zutraut. Da ist ein Bildhauer, dessen Bronzekugel in New York steht, und eine gotische Kirche, in der heute Kunst hängt statt Heiligenbilder. Alles liegt in Gehweite. Hier steht, welche Häuser es gibt und wo gerade gebaut wird.

    Die Museen der Stadt Landshut

    Die Stadt betreibt mehrere Häuser unter einem gemeinsamen Dach. Die zentrale Seite ist museen-landshut.de, dort stehen auch die aktuellen Öffnungszeiten und Ausstellungen. Die Standorte liegen zwischen Altstadt und Hofberg, man erreicht sie gut zu Fuß.

    LANDSHUTmuseum

    Das LANDSHUTmuseum ist das Haus für die Geschichte von Stadt und Region. Es sitzt im ehemaligen Franziskanerkloster am Alten Franziskanerplatz. Schon der Klosterhof ist einen Blick wert. Eine klassische Dauerausstellung, die man einmal gesehen hat und dann abhaken kann, steht nicht im Vordergrund. Das Museum arbeitet vor allem mit wechselnden Ausstellungen. Zu sehen ist dort auch das Landshuter Stadtmodell nach Jakob Sandtner, das die Stadt im 16. Jahrhundert zeigt.

    Bis März 2027 läuft dort „KAMPF – KUNST – GESCHICHTE“. Ab Ende Oktober 2026 kommt im Obergeschoss „The Space in Between“ hinzu.

    KASiMiRmuseum

    Im selben Gebäude liegt das KASiMiRmuseum, das Kinder- und Jugendmuseum der Stadt. Hier geht es ums Anfassen und Ausprobieren, mit Mitmach-Ausstellungen zur Stadt- und Regionalgeschichte. Im Moment ist es allerdings wegen Umbau geschlossen. Wann es wieder öffnet, steht auf kasimirmuseum.de.

    KOENIGmuseum

    Das KOENIGmuseum ist dem Bildhauer Fritz Koenig (1924–2017) gewidmet. Bis Ende 2018 hieß es Skulpturenmuseum im Hofberg. Es liegt am Hofberg, gleich hinter der mittelalterlichen Stadtmauer. Koenig lebte und arbeitete ab den 1960er-Jahren auf dem Ganslberg bei Landshut. 1993 brachten er und seine Frau Maria ihre Sammlung in eine Stiftung ein, daraus entstand das Museum.

    International bekannt ist Koenig vor allem durch eine Arbeit: die „Große Kugelkaryatide N.Y.“, eine fast acht Meter hohe Bronzekugel, die ab 1972 auf dem Platz zwischen den Türmen des World Trade Centers stand. Nach dem 11. September 2001 wurde sie beschädigt, aber weitgehend erhalten aus den Trümmern geborgen. Heute steht sie als Mahnmal im Liberty Park in New York.

    Im Museum sieht man Skulpturen und Grafiken von Koenig, dazu seine umfangreiche Sammlung afrikanischer und ethnologischer Objekte. Außerdem gibt es Wechselausstellungen. Derzeit (Juli 2026 bis Januar 2027) läuft „KÜHLEWEIN + KOENIG“.

    Heiliggeistkirche

    Ein ungewöhnlicher Ausstellungsort: Die spätgotische Heiliggeistkirche, auch Spitalkirche genannt, steht am nördlichen Ende der Altstadt. Die Pläne stammen von Hans von Burghausen, der Grundstein wurde 1407 gelegt. Nach einer umfassenden Restaurierung, die 1998 abgeschlossen war, nutzen die städtischen Museen den Raum für Ausstellungen zu geistlicher und weltlicher Kunst. Bis Februar 2027 ist „Slavko Oblak. Natur Kunst Werk“ zu sehen.

    Allein der hohe, helle Kirchenraum ist den Weg wert. Man schaut fast so oft nach oben ins Gewölbe wie auf die Exponate.

    Die Kunst- und Wunderkammer auf der Burg Trausnitz

    Oben auf der Burg Trausnitz zeigt das Bayerische Nationalmuseum seit 2004 im Damenstock eine Kunst- und Wunderkammer, als Zweigmuseum. Vorbild ist die Sammlung von Herzog Albrecht V. aus dem 16. Jahrhundert. Rund 750 Stücke sind ausgestellt, sortiert so, wie man damals die Welt ordnete: Kunsthandwerk wie Bergkristallpokale, Naturwunder, Exotisches aus gerade entdeckten Weltgegenden und Instrumente wie Uhren, Globen und Astrolabien. Die Besucher sollten staunen, dafür waren solche Kammern gedacht. Das klappt auch 450 Jahre später noch.

    Die Wunderkammer kann man ohne Führung besuchen. Wer ohnehin auf den Burgberg steigt, sollte sie mitnehmen. Mehr zur Burg selbst steht in unserem Beitrag Burg Trausnitz besuchen. Zeiten und Tickets gibt es bei der Bayerischen Schlösserverwaltung.

    Stadtresidenz: im Moment geschlossen

    Die Stadtresidenz in der Altstadt gilt als erster Palast im Stil der italienischen Renaissance auf deutschem Boden. Herzog Ludwig X. ließ ab 1536 bauen, zuerst den „Deutschen Bau“, ab 1537 dahinter den „Italienischen Bau“ nach Vorbildern, die er auf einer Reise nach Oberitalien gesehen hatte. Die Schlösserverwaltung hat das Gebäude wegen Bauarbeiten bis auf Weiteres geschlossen. Von außen ist die Fassade trotzdem ein Halt beim Altstadtbummel.

    Praktisch: So lässt sich ein Museumstag planen

    • LANDSHUTmuseum und KOENIGmuseum liegen nah beieinander. Beide zusammen sind an einem Nachmittag gut machbar.
    • Zur Heiliggeistkirche am Nordende der Altstadt läuft man ein Stück durch die historische Innenstadt. Das ist eher Gewinn als Umweg.
    • Für die Wunderkammer braucht man etwas Puste, der Weg zur Burg geht bergauf.
    • Öffnungszeiten ändern sich je nach Saison und Feiertag. Am besten kurz vor dem Besuch auf der jeweiligen Website nachsehen.

    Wer mehr Kultur sucht

    Alle vier Jahre steht die Landshuter Hochzeit an, das nächste Mal 2027. Die Hintergründe stehen in unserem Beitrag zur Landshuter Hochzeit 1475. Weitere Beiträge sammeln wir in der Rubrik Kultur.