
Landshut – Im Dezember soll in Landshut der Untergrund untersucht werden. Das Verfahren heißt 2D-Seismik-Messung und soll zeigen, ob sich die Erdwärme in der Stadt nutzen ließe. Die Stadtwerke halten die Voraussetzungen dafür für vielversprechend, wie die Stadt Landshut mitteilte. Der Termin im Dezember steht noch nicht endgültig fest, die Messung ist „voraussichtlich“ dann geplant.
So läuft die Messung ab
Gemessen wird überwiegend im öffentlichen Straßen- und Wegenetz. Zwei Vibro-Fahrzeuge fahren dazu durch die Stadt, halten regelmäßig kurz an und erzeugen dabei Schwingungen. Die entstehenden Schallwellen laufen durch den Untergrund und werden von unterschiedlichen Gesteinsschichten zurückgeworfen. Kleine Messgeräte entlang der Strecke, die Geophone, nehmen diese Signale auf.
Die Geophone bleiben während der Aufzeichnung insgesamt rund 14 Tage an Ort und Stelle. Sie dürfen nicht entfernt werden, weil sie wesentliche Messdaten erfassen. Private Grundstücke braucht es nur in Einzelfällen, und dann wird die Nutzung mit den Eigentümern abgesprochen.
Wer in der Nähe wohnt, kann die Vibrationen spüren, allerdings hauptsächlich im engeren Umkreis. Die Messungen werden nach DIN 4150 überwacht und dokumentiert, damit die geltenden Normen für Bauwerke eingehalten werden. Dafür müssen Mitarbeitende vereinzelt kurzzeitig Grundstücke betreten, um zu kontrollieren, wie stark die Schwingungen an Häusern ankommen. Bei Bedarf lässt sich die Messung anpassen oder an einzelnen Punkten abbrechen. Den geplanten Verlauf der Messroute stellen die Stadtwerke online bereit.
Was danach passiert
Aus den Daten entsteht ein geologisches Modell des Untergrunds. Die Ergebnisse werden ausgewertet und wissenschaftlich interpretiert. Erst danach lässt sich beurteilen, ob sich Geothermie in Landshut technisch und wirtschaftlich lohnen würde. Eine Entscheidung für den Bau einer Geothermieanlage bedeutet die Messung noch nicht. Bohrungen in den Untergrund gibt es für die Seismik-Messung nicht.
Auf einen Blick
- Zeitraum der Messung: voraussichtlich Dezember
- Geophone vor Ort: insgesamt circa 14 Tage
- Infostand mit Projektleiter Simon Meier: Samstag, 31. Oktober 2026, 10 bis 13 Uhr, Kundenzentrum, Altstadt 74
- Infoveranstaltung mit Vibro-Truck: Samstag, 14. November 2026, 10 bis 14 Uhr, Stadtwerke-Gelände, Christoph-Dorner-Straße 9, mit Mitarbeitenden der Stadtwerke und der beauftragten Firma DMT Group
- Weitere Informationen: www.stadtwerke-landshut.de/geothermie
Am 31. Oktober können Interessierte und betroffene Anwohner ihre Fragen zur Messung und zum Geothermie-Projekt stellen. Beim zweiten Termin am 14. November erfahren Besucher, wo und warum das Spezialfahrzeug eingesetzt wird, wie Messungen und Sicherheitsvorkehrungen ablaufen, welche Auswirkungen möglich sind und welche Ziele das Projekt hat.
Eigene Einschätzung
Dass die Stadtwerke früh informieren und mehrere Termine anbieten, hilft vor allem Anwohnern, die Besuch auf ihrem Grundstück bekommen könnten. Klar sagt die Mitteilung, dass nicht gebohrt wird und noch nichts entschieden ist. Offen bleibt der genaue Starttermin im Dezember. Wer an der Route wohnt, sollte sich vorab informieren.
Grundlage: Pressemitteilung Stadt Landshut vom 23. Oktober 2026 – Original-Mitteilung (abgerufen am 26.10.2026)
Die Redaktion hat diesen Beitrag mit KI-Unterstützung auf Grundlage der Mitteilung geschrieben. Zahlen, Namen und Zitate werden vor der Veröffentlichung mit der Mitteilung abgeglichen. Die „Eigene Einschätzung“ ist ein Kommentar der Redaktion.







